Von der TKGS betreute Sportarten
Begleithund
Von allem etwas dabei: Die Begleithundeprüfung umfasst eine bis zu 400 Meter lange Fährte, ein Gegenstandsrevier, verschiedene Gehorsamsübungen, Hoch- und Weitsprung sowie Apportieren.
Für Hunde praktisch jeder Grösse und Rasse machbar.
Sanitätshund
Im Galopp quer durch den Wald: Sanitätshunde suchen ein bis zu 120 X 400 Meter grosses Revier nach vermeintlich verletzten Personen und nach verlorenen Gegenständen ab. Lauffreudigkeit ist darum ein wichtiges Kriterium. Geprüft werden auch Gehorsamsübungen. Alleine trainieren lässt sich diese Sparte kaum.
VPG
VPG heisst «Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde» dazu gehört eine Fährte, ein Gegenstandsrevier, verschiedene Gehorsamsübungen, die Arbeit mit dem Schutzdiensthelfer
Eine Sparte mit in den letzten Jahren schwindenden Teilnehmerzahlen.
IPO
Steter Zuwachs Unter den Gebrauchshundehaltern geniesst die «internationale Prüfungsordnung» einen hohen Stellenwert. Verlangt werden nebst Fährte und Unterordnung verschiedene Übungen mit dem Schutzdiensthelfer Alleine trainieren lasst sich diese Sparte kaum.
Fährtenhunde 97
Gute Nase gefragt: Die internationale Sparte ({Fährtenhund 97) umfasst zwei rund 1800 Schritte lange, mit mehreren Winkeln und Gegenständen versehene Fährten, die mindestens drei Stunden alt sind. Der Hund muss diese möglichst exakt ausarbeiten. Der Trainingsaufwand ist nicht zu unterschätzen.
Fährtenhunde 97 National
Nur der Erfolg zählt: Bei der nationalen Fährtenhundeprüfung zählt weniger der Weg als der Erfolg. Der Hund muss innerhalb von 60 Minuten drei Gegenstände finden, die auf einer zwei Kilometer langen Fährte platziert worden sind, wobei der letzte Gegenstand vergraben ist. Nachfrage nach dieser Sparte: Eher gering.
Suchhund
Wer sucht der findet: Suchhunds suchen in einem räumlich begrenzten Revier nach einem Metallgegenstand, einem Koffer sowie nach zwei Personen. Die Revierarbeit des Hundes wird nicht bewertet, auch die Art der Anzeige ist dem Team freigestellt. Es zählt nur der Erfolg. Nachfrage nach dieser Sparte: Eher gering.
Wasserarbeitshund
Zu Wasser und zu Land: Entgegen dem Namen arbeitet der Wasserarbeitshund nicht nur im Wasser, wo er vermeintlich Ertrinkenden einen Rettungsring bringt oder ein Boot an Land zieht, sondern muss auch Gehorsamsübungen auf dem Land zeigen. Nur für Wasserratten geeignet. Alleine trainieren Iässt sich diese Sparte kaum.
Lawinensuchhund
Wettlauf mit der Zeit: Lawinensuchhunde spüren bei der Grobsuche in einem rund 9000 Quadratmeter grossen Gebiet zwei verschüttete Personen auf und bei der Feinsuche einen vergrabenen Rucksack. Reine Sport-Prüfung, keine Ernstfall-Einsätze. Der Trainings-Aufwand (Anreise in die Berge) ist nicht zu unterschätzen.
Ausdauerprüfung
Langer Atem gefragt: Bei der Ausdauerprüfung absolvieren Hund und Besitzer eine Strecke von 20 Kilometer laufend, respektive mit dem Velo, in gleichmässigem Tempo. Nach 8 und 15 Kilometern jeweils Pause und Tierarzt-Check. Am Schluss kurze Unterordnungsübung zwecks Überprüfung der körperlichen Verfassung.
Herdengebrauchshund
Die Schafe im Griff: Hütehunde gehen Schafbesitzern hilfreich «zur Hand», indem sie die Schafe auf die Weide, durch Gatter oder in einen Pferch treiben oder einzelne Tiere aussortieren. Die Prüfungsordnung umfasst genau solche Alltags-Arbeiten. Eine Spezialisten-Ausbildung hauptsächlich für Border Collies.
Mondioring
40 Minuten am Stück: Eine Mondioring - Prüfung zählt 17 verschiedene Übungen - unter anderem Freifolge, Apportieren, Futterverweigerung, Arbeit mit dem Helfer, Sprünge. Diese werden alle nacheinander absolviert. Eine Spezialisten-Ausbildung hauptsächlich für Malinois.
Katastrophensuchhund
Training für den Ernstfall: Die Organisation «REDOG» bildet Rettungshunde für die Suche nach Menschen in Trümmern aus. Diese kommen bei Erdbeben oder Bergstürzen zum Einsatz. Erst müssen die Teams jedoch einen Einsatztest bestehen und diesen regelmässig wiederholen.
Von der TKAMO betreute Sportarten
Agility
Möglichst fehlerfrei und schnell: Das ist das Ziel an Agility-Wettkämpfen, wo jedes Team einen Parcours mit rund 20 verschiedenen Hindernissen zu bewältigen hat. Die Hunde werden aufgrund ihrer Grösse in drei verschiedene Kategorien eingeteilt. Der Boom-Sport der letzten Jahre; zahlreiche Wettkämpfe und viele Trainingsmöglichkeiten.
Obedience
Den «Nuller» im Nacken: Eine Obedience - Prüfung umfasst zehn verschiedene Gehorsamsübungen – wie Voranschicken ins Viereck, verschiedene Positionen aus der Bewegung oder auf Distanz, Apportieren über die Hürde -, die es möglichst genau vorzuführen gilt. Für Teams, die gerne ganz exakt arbeiten.
Mobility
Weder Zeitdruck noch Konkurrenzkampf: An einem Mobility absolvieren Hund und Hundeführer knapp 20 Hindernisse – zum Beispiel Tunnel, Wackelbrett oder Bändelvorhang. Pro Hindernis hat man 1 Minute Zeit; es gibt keine Rangliste, sondern lediglich die Bewertung «erfüllt» oder «nicht erfüllt». Dauer: Etwa 20 Minuten.
Spezialisten-Ausbildung
Gebirgs-/Flächensuchhund
Training für den Ernstfall: «REDOG» und die «Alpine Rettung Schweiz» bilden Rettungshunde für die Suche nach vermissten oder verunfallten Wanderern aus: Als Gebirgs-, respektive Flächensuchhund suchen diese nach Personen, die vom Weg abgekommen sind. Ein bestandener Einsatztest ist Voraussetzung für einen Ernstfall-Einsatz.
Windhunderennen
Auf dem Feld oder auf der Bahn: Für die verschiedenen Windhunderassen gibt es Bahn- und Coursingrennen. Während auf der Bahn maximal sechs Hunde gleichzeitig starten, sind beim Coursing, einer fingierten Jagd auf dem freien Feld, immer nur zwei Hunde im Einsatz. Der Hase ist in jedem Fall eine Attrappe.
Schlittenhunderennen
Das Ziehen im Blut: Samojede, Siberian Husky, Grönländer & Co. lassen sich noch so gerne vor einen Schlitten spannen. Je nach Anzahl Hunde gibt es unterschiedliche Kategorien. Beim Skijöring begleitet der Besitzer seinen Hund auf Langlaufskiern. Die Sommer- Variante des Schlittenhundesports sind Wagen-, respektive Bikejöring- Rennen.
Weitere Angebote
Sachkundenachweis-Kurse
Nicht freiwillig, sondern gesetzlich vorgeschrieben: Gemäss neuer Tierschutzverordnung müssen Ersthundehalter einen Theoriekurs sowie ein praktisches Training besuchen; wer bereits Hunde gehalten hat, benötigt nur das praktische Training. Kursanbieter müssen eine offizielle Bewilligung vom BVET vorweisen können.
Hundehalterbrevet
Das Hundehalterbrevet der SKG ist eine Prüfung, bei der der Hundebesitzer beweisen kann, dass er seinen Hund in verschiedenen Situationen und auch bei Ablenkung unter Kontrolle hat. Manche Gemeinden gewähren bei Bestehen eine Reduktion auf die Hundesteuer.
Military
Ein abwechslungsreicher Spaziergang von mehreren Kilometern Länge, auf dem unterwegs verschiedene Aufgaben zu lösen sind. Kein fixes Reglement, daher immer wieder neue Posten. Startzeit frei wählbar; Dauer: Meist mehrere Stunden.
Dog-Dancing
Der Hund dreht sich um die eigene Achse, springt durch die Beine seines Besitzers oder stellt sich tot: Dog-Dancing ist eine Abfolge verschiedener Figuren und Tricks passend zu Musik. Voraussetzung: Kreativität und Musikgefühl.
Frisbee
Der Hund fängt Frisbees aus der Luft ab und bringt diese zurück. Es gibt genau definierte Figuren, aber auch viel Raum für Kreativität. Wichtig ist dabei die korrekte Wurftechnik; es geht nicht darum, den Hund möglichst hoch springen zu lassen.
Flyball
Ein unterhaltsamer Mannschaftssport, bei dem immer zwei Mannschaften mit je vier Hunden gegeneinander antreten. Die Hunde überqueren vier Sprünge, hohlen sich aus der Flyball-Box einen Ball und kehren auf gleichem Weg zurück, und zwar möglichst schnell.
Treibball
Der Besitzer animiert seinen Hund mittels Gesten und Kommandos, grosse Gymnastikbälle in ein Tor zu befördern. Dabei sollte sich der Hund auch auf Distanz «dirigieren» lassen.
Zielobjektsuche
Bei der Zielobjektsuche (205) lernt der Hund, nach einem bestimmten Gegenstand zu suchen und diesen anzuzeigen. Eine Beschäftigung, bei dem der Hund ganz gezielt seine Nase einsetzen kann.
Laufhundespart
Für sportliche Hundebesitzer, die ihren Hund regelmässig zum Laufen mitnehmen, gibt es spezielle Laufsportveranstaltungen. Dabei gilt es, eine bestimmte Strecke möglichst rasch zu absolvieren und
unterwegs verschiedene Hindernisse zu überwinden (Bach, Baumstämme).
Rally-Obedience
Ein Rally - Obedience - Parcours besteht aus verschiedenen Gehorsamsübungen, die alle in einer Abfolge gezeigt werden. Das Witzige dabei: Der Parcours ist mit Schildern versehen, auf denen die einzelnen Übungen beschrieben sind. Kein Sport für Analphabeten!
Dummy-Arbeit
Als Ersatz für den jagdlichen Einsatz gibt es für Retriever so genannte Dummy-Prüfungen und Working-Tests. Dabei wird mit «Dummys», speziellen Apportier-Beuteln, gearbeitet. Bringfreude und ein guter Gehorsam sind nötig, um in dieser Disziplin erfolgreich zu sein.
«Spass-Sport»
Die von einer Fachgruppe der SKG erarbeitete neue Disziplin «Spass-Sport» ist ähnlich aufgebaut wie Mobility und umfasst verschiedene Übungen aus den vier Bereichen Nasenarbeit, Geschicklichkeit, Führigkeit, Beziehung Mensch-Hund. Zurzeit im Aufbau begriffen.
Familienhunde-Gruppen
In verschiedenen kynologischen Vereinen gibt es Trainingsgruppen für Familienhunde. Dabei steht der Alltagsgehorsam des Hundes im Vordergrund. Meist sehr abwechslungsreiche Trainings mit Stadtbesuch, Spaziergängen und anderem mehr.
Links
www.skg.ch |
www.tkgs.ch |
HUND 4/2009
